Viele Unternehmer fragen sich, ob sie ihr Auto weiterhin privat nutzen oder es für geschäftliche Zwecke leasen sollten. In diesem Überblick erfahren Sie, worauf Sie achten sollten und welche Optionen Ihnen als Selbstständiger beim Auto-Leasing zur Verfügung stehen . Auch die Kilometererfassung wird thematisiert.
1. Geschäftsmietvertrag vs. Privatmietvertrag für Selbstständige
Als Unternehmer haben Sie die Wahl zwischen Geschäftsleasing und Privatleasing. Beide Optionen haben ihre jeweiligen Merkmale und eignen sich für unterschiedliche Situationen.
Vor- und Nachteile des Gewerbeleasings
Gewerbeleasing ist bei Selbstständigen beliebt. Sie können zwischen operativem Leasing und Finanzierungsleasing wählen.
Beim operativen Leasing bleibt die Leasinggesellschaft Eigentümer des Fahrzeugs, und Sie bezahlen für dessen Nutzung.
Beim Finanzierungsleasing geht das Auto in Ihr Eigentum über und Sie zahlen Zinsen und Tilgung monatlich.
Wichtige Vorteile des Finanzierungsleasings sind:
- Das Auto selbst dient als Sicherheit, sodass Sie in der Regel keinen persönlichen Beitrag leisten müssen.
- Sie behalten Ihren finanziellen Spielraum, weil Sie nicht auf einmal einen großen Betrag zahlen müssen.
- Zins- und Abschreibungskosten sind steuerlich absetzbar.
- Sie wählen den Händler, bei dem Sie das Auto kaufen.
- Sie können Ihren monatlichen Betrag durch die Laufzeit, Ihren eigenen Beitrag oder eine Schlusszahlung beeinflussen.
Ein Nachteil ist, dass Wartung, Versicherung und Reparaturen nicht inbegriffen sind. Diese müssen Sie selbst mit einer Werkstatt oder einem Versicherer vereinbaren.
Vor- und Nachteile des privaten Leasings
Manche Selbstständige entscheiden sich nach wie vor für Privatleasing, eine Form des operativen Leasings für Privatpersonen. Zu den Vorteilen zählen:
- Versicherung, Steuern, Wartung und Reparaturen sind in einem monatlichen Betrag enthalten.
- Keine hohen Vorabinvestitionen.
- Sie fahren ein neues oder fast neues Auto.
Zu den Nachteilen zählen die langfristige Vertragsbindung, mögliche Auswirkungen auf Ihre Kreditwürdigkeit bei einer Hypothek und die Tatsache, dass das Fahrzeug nicht in Ihr Eigentum übergeht. Nutzen Sie das privat geleaste Fahrzeug auch geschäftlich und fahren Sie mehr als 500 Kilometer privat, fallen zusätzliche Steuern an.
2. Einen privaten Pkw über die Firma nutzen
Sie können Ihr Privatfahrzeug auch in ein Firmenfahrzeug umwandeln. In diesem Fall wird sein Marktwert von einem Autohändler oder einer Werkstatt ermittelt. Das Fahrzeug wird dann Teil Ihres Betriebsvermögens.
Der Vorteil dabei ist, dass Sie Betriebsausgaben wie Abschreibung, Kraftstoff, Wartung, Reparaturen und Versicherung von Ihrem Gewinn absetzen können. Nutzen Sie das Auto auch privat, zahlen Sie Mehrwertsteuer auf einen Teil der Kosten. Ihre Versicherungspolice muss entsprechend angepasst werden.
3. Fahren Sie weiterhin privat.
Möchten Sie Ihr Auto weiterhin privat nutzen? Dann können Sie 0,23 € pro gefahrenem Kilometer für geschäftliche Zwecke als Betriebsausgabe absetzen. Eine genaue Kilometererfassung ist unerlässlich. Für jede Fahrt müssen Sie mindestens Folgendes dokumentieren:
- Datum
- Abflug- und Ankunftsadresse
- Kilometerzahl
- Zweck der Reise
Die Mehrwertsteuer auf Ihren Autokauf ist nicht abzugsfähig. Sie können jedoch einen Teil der Mehrwertsteuer für Wartung und Reparaturen absetzen, abhängig von der Anzahl der geschäftlich gefahrenen Kilometer.
Was ist für Selbstständige sinnvoll?
Welche Option für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer Situation, Ihren Wünschen und Ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Als Selbstständiger bietet das Leasen eines Autos viele Vorteile, insbesondere aufgrund der steuerlichen Vorteile des Finanzierungsleasings. Privatleasing ist unkompliziert, achten Sie jedoch auf die BKR-Registrierung und die Vertragsbedingungen. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, Ihren Privatwagen für die geschäftliche Nutzung umzumelden, sofern Sie genaue Kilometeraufzeichnungen führen.
Analysieren Sie stets die Gesamtkosten, mögliche Steuervorteile und Ihre Zukunftspläne. So treffen Sie die beste Entscheidung für ein Leasingfahrzeug als Freiberufler oder für eine der Alternativen, wie beispielsweise ein Firmenleasing für Selbstständige.
Zurück zur Übersicht