Schnell die Park-App öffnen und einen Parkvorgang starten. Fertig. Doch das kann schnell zu einem unerwarteten Bußgeld führen. Genau das passierte Kamiel Sips aus Breda. Er bezahlte korrekt über die Parkfunktion in der Rabobank-App, erhielt aber später eine Strafe von 53,70 €. Wie kann das passieren? Strafe für Park-App entstehen?
Wie eine Park-App-Strafe zustande kommt
Sips parkte auf dem Chasséveld, in der Nähe des Chassétheaters. Die App nutzte GPS, um die Parkzone automatisch zu ermitteln. Sein Auto stand genau an der Grenze zwischen zwei Zonen, daher wählte die App die günstigere. Die Folge: Laut Gemeinde zahlte er zu wenig.
- Bezahlung über die App? Ja.
- Die richtige Zone ausgewählt? Nein.
- Haben Sie eine Geldstrafe erhalten? Ja.
Selbst wenn Sie nachweisen können, dass Sie bezahlt haben, kann eine Gemeinde Strafe für Park-App Durchsetzen. Laut dem Inkassobüro Invoned wurde die Zahlung zwar geleistet, aber aufgrund der falschen Zone ist sie ungültig.
Das Prinzip und seine Konsequenzen
Für Sips geht es ums Prinzip, nicht um den Betrag. Viele berichteten von demselben Problem. Das zeigt, dass Apps das Parken manchmal unnötig verkomplizieren.
Strenge Regeln der Gemeinden
- Nur diejenigen, die zu viel fürs Parken bezahlen, erhalten oft Nachsicht.
- Wer versehentlich zu wenig zahlt, erhält eine zusätzliche Gebühr.
- Die Kommunen befolgen Regeln, nicht immer im menschlichen Maßstab.
„Regeln sind Regeln“, heißt es oft. Aber ist das auch juristisch korrekt?
Rechtliche Einblicke
Der Anwalt Nick Voorbach von verkeersboete.nl erklärt, dass Kommunen eine Teilschuld an Fehlern in Park-Apps tragen. Wenn eine Kommune eine App zulässt, müssen die Bürger den Informationen vertrauen können.
Ein Beispiel vom Landgericht Nordholland: Ein Autofahrer in Zandvoort hatte Parkgebühren in der falschen Gemeinde bezahlt, wurde aber letztendlich rehabilitiert. Der Richter urteilte, dass Fehler in Park-Apps nicht allein dem Bürger angelastet werden sollten.
Tipps, um eine Park-App-Strafe zu vermeiden
- Prüfen Sie immer die ausgewählte Parkzone.
- Halt Kilometerregistrierung um nachzuweisen, wo und wann Sie geparkt haben.
- Speichern Sie Zahlungsbelege aus der App.
- Erwägen Sie rechtliche Schritte, falls Sie zu Unrecht mit einer Geldstrafe belegt werden.
Kurz gesagt: Auch eine korrekte Zahlung per App schützt nicht vor Strafen. Apps erleichtern zwar das Leben, sind aber nicht fehlerfrei. Die altbewährte Scheckzahlung ist nach wie vor der beste Schutz.
Quelle: Autoblog
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