Mobilität ist in den Niederlanden ein heißes Thema. Nachdem die verschiedenen Parteien ihre ersten Wahlprogramme veröffentlicht haben, lohnt sich ein genauerer Blick. Nachhaltiges Fahren und die Reduzierung des Autoverkehrs stehen im Mittelpunkt. Doch wie positionieren sich die niederländischen Parteien zu diesen Themen? Was streben sie an und welche Probleme wollen sie konkret bekämpfen?

PvdA und GroenLinks

Die Labour Party (PvdA) und GreenLeft (GroenLinks) wollen die Straßenbenutzungsgebühr so ​​schnell wie möglich einführen. Sie betrachten Autofahrer als Umweltverschmutzer und wollen, dass diese künftig mehr bezahlen müssen. Sie hoffen, dadurch weniger Auto zu fahren und alternative Verkehrsmittel zu fördern. Außerdem sind sie der Ansicht, dass Steuervorteile für Leasingfahrzeuge nicht mehr nötig sind.

VVD

Die VVD (Volkspartei für Freiheit und Demokratie) plant Investitionen in die bestehende Infrastruktur der Niederlande. Dazu gehören die Instandhaltung und der Bau neuer Straßen, Gleise und Tunnel. Darüber hinaus will die VVD ihre seit 13 Jahren bestehende Arbeit fortsetzen: die Elektromobilität attraktiver zu gestalten. Dies soll erreicht werden, ohne den Alltag der Autofahrer zu beeinträchtigen.

Der VVD befürwortet außerdem eine Senkung der Benzinsteuer. Sollte dies umgesetzt werden, werden die Kraftstoffpreise ab dem 1. Januar kaum oder gar nicht steigen. Zudem möchte der VVD die Kilometerpauschale erhöhen, um die Mobilität von Geschäftsreisenden zu fördern. Schließlich fordert er mehr 30-km/h-Zonen und Geschwindigkeitskameras, um Gefahrensituationen vorzubeugen.

CDA

Die CDA befürwortet ebenfalls die Einführung von Straßenbenutzungsgebühren, allerdings mit Ausnahme ländlicher Gebiete. Sie ist der Ansicht, dass dies für die Landbevölkerung gerechter wäre, da diese weniger Alternativen als die Bewohner größerer Städte hat. Durch die Einführung von Straßenbenutzungsgebühren würden weniger Menschen auf den Straßen unterwegs sein, was zu weniger Staus führen würde.

SP

Die Sozialistische Partei (SP) lehnt die Straßenbenutzungsgebühr ab. Die SP setzt sich für die Förderung der Elektromobilität ein. Sie möchte Elektroautos für alle zugänglich machen und den Umstieg von benzinbetriebenen auf elektrische Fahrzeuge durch Subventionen und Rabatte fördern.

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