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15. Oktober 2026 · Lesezeit: 4 Minuten

Vorläufige Abgabe 2027: Arbeitgeber riskieren Tausende von Euro an zusätzlichen Steuern

Firmenwagen mit Verbrennungsmotor, für den Arbeitgeber ab 2027 möglicherweise eine Art Schlussabgabe zahlen müssen

Die Kosten für Firmenwagen könnten für Arbeitgeber ab 2027 deutlich steigen. Viele Unternehmen sind sich einer neuen Steuermaßnahme, die pro Fahrzeug Tausende von Euro kosten kann, noch nicht ausreichend bewusst. Wer die Folgen nicht rechtzeitig prüft, riskiert unangenehme finanzielle Überraschungen. Indem Arbeitgeber jetzt untersuchen, welche Fahrzeuge unter die Regelung fallen und welche Auswirkungen dies hat, können sie sich besser auf die vorläufige endgültige Abgabe im Jahr 2027 vorbereiten.

Wie hoch ist die vorläufige Endabgabe von 2027?

Ab dem 1. Januar 2027 gilt für bestimmte Firmenwagen mit Verbrennungsmotor eine neue Steuer: die sogenannte Pseudo-Endsteuer. Auffällig ist, dass viele Unternehmen die Auswirkungen dieser Regelung auf ihren Fuhrpark noch nicht vollständig verstanden haben.

Eine Studie von Arval Netherlands unter mehr als 400 Entscheidungsträgern im Bereich der Geschäftsreisemobilität zeigt, dass 43 Prozent die Folgen der vorläufigen Abgabe für ihr eigenes Unternehmen nicht kennen. Ein Fünftel kennt die Regelung nur dem Namen nach, und 12 Prozent haben noch nie davon gehört.

Dieser Wissensmangel kann Arbeitgeber teuer zu stehen kommen. Die vorläufige Abgabe von 2027 verursacht zusätzliche Kosten für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern bestimmte Firmenwagen auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellen.

Wie hoch sind die Kosten der Pseudo-Endabgabe für Arbeitgeber?

Ab 2027 zahlen Arbeitgeber jährlich 12 Prozent des Listenpreises eines förderfähigen Pkw, der nicht vollständig emissionsfrei ist und den ein Mitarbeiter auch privat nutzen darf.

Die Regelung betrifft unter anderem Benzin- und Dieselfahrzeuge, aber auch Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge. Der Arbeitgeber zahlt die fiktive Abgabe; darüber hinaus kann dem Arbeitnehmer ein geldwerter Vorteil für die private Nutzung des Fahrzeugs entstehen.

Berechnungsbeispiel: Tausende von Euro zusätzlich pro Auto

Für einen Firmenwagen mit einem Listenpreis von 50.000 € beträgt die fiktive Schlussabgabe 6.000 € pro Jahr. Dies stellt für den Arbeitgeber zusätzlich zu den bestehenden Fuhrparkkosten eine erhebliche Mehrbelastung dar. Daher ist es ratsam, rechtzeitig zu berechnen, welche Fahrzeuge unter die Regelung fallen und welche finanziellen Folgen dies für das Unternehmen hat.

Auch der Arbeitsweg zählt.

Für die Zwecke der vorläufigen Kfz-Steuer wird das Pendeln als private Nutzung eingestuft. Dies ist wichtig für Arbeitgeber, die ihren Fuhrpark und die damit verbundenen Steuerkosten erfassen möchten. Vollelektrische Pkw sind von dieser vorläufigen Kfz-Steuer ausgenommen. Für Firmenwagen mit Verbrennungsmotor kann die Regelung jedoch finanzielle Folgen haben.

Was gilt für Fahrzeuge, die bereits vor 2027 zugelassen wurden?

Für Fahrzeuge, die Mitarbeitern vor dem 1. Januar 2027 zur Verfügung gestellt wurden, gelten Übergangsbestimmungen. Den vorliegenden Informationen zufolge bedeutet dies, dass der Arbeitgeber für diese Fahrzeuge nicht der vorläufigen Abgabe unterliegt.

Das Programm konzentriert sich daher auf Fahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2027 zur Verfügung stehen. Es ist ratsam, dieses Datum bei der Planung der Erneuerung oder Erweiterung der Fahrzeugflotte zu berücksichtigen.

Warum Arbeitgeber sich jetzt vorbereiten müssen

Obwohl die neue Steuermaßnahme erhebliche finanzielle Folgen haben kann, sind viele Unternehmen noch nicht auf ihre Umsetzung vorbereitet. Eine Studie von Arval Netherlands zeigt, dass nur 14 Prozent der befragten Unternehmen die finanziellen Auswirkungen vollständig berechnet haben. Zudem geben 63 Prozent an, von der Geschwindigkeit der Einführung der Maßnahme überrumpelt worden zu sein.

Arbeitgeber sollten daher ihren Fuhrpark zeitnah analysieren. Sie sollten ermitteln, welche Fahrzeuge unter die vorläufige Abgabe von 2027 fallen könnten und die Auswirkungen auf die gesamten Mobilitätskosten berechnen.

Was bedeuten steuerpflichtige geldwerte Vorteile und die Kilometerpauschale für Arbeitgeber?

Die vorläufige Abgabe und die Hinzurechnung zum steuerpflichtigen Einkommen sind zwei unterschiedliche steuerliche Sachverhalte. Die vorläufige Abgabe ist eine Abgabe an den Arbeitgeber, während die Hinzurechnung zum steuerpflichtigen Einkommen die private Nutzung eines Firmenwagens durch den Arbeitnehmer betrifft.

Kilometeraufzeichnungen sind auch wichtig, um die geschäftliche und private Nutzung von Fahrzeugen zu belegen. Genaue Aufzeichnungen geben Aufschluss über die beruflich und privat zurückgelegten Kilometer. Die steuerlichen Auswirkungen hängen von den geltenden Bestimmungen und der Situation von Arbeitnehmer und Arbeitgeber ab.

Bitte beachten Sie: Die Kilometerregistrierung schützt nicht automatisch vor der Anwendung der vorläufigen Abgabe. Arbeitgeber müssen individuell prüfen, ob ein Fahrzeug unter die Regelung fällt.

Vermeiden Sie finanzielle Überraschungen durch die vorläufige Schlussabgabe

Die vorläufige endgültige Abgabe für Firmenwagen ab 2027 könnte Arbeitgeber Tausende von Euro pro Fahrzeug kosten. Untersuchungen zeigen jedoch, dass viele Unternehmen die Folgen noch nicht vollständig abgewogen haben. Durch die frühzeitige Analyse der Fuhrparkzusammensetzung, die Berechnung der finanziellen Auswirkungen und die genaue Kenntnis der steuerlichen Regelungen können sich Arbeitgeber besser auf die neue Maßnahme vorbereiten. So wird verhindert, dass die vorläufige endgültige Abgabe das Mobilitätsbudget unerwartet stark belastet.

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Michelle

Michelle, Beraterin für Geschäftsmobilität